in Elektromobilität, Kia Soul EV, Renault Zoe

Immer wieder hört und liest man, dass Elektroautos viel teurer sind als herkömmliche Verbrenner-Autos. Das stimmt!
Sind sie auch wirklich, wenn man nur den Verkaufspreis heranzieht.
Schnell sind ähnliche Vergleiche gezogen: „Der VW Golf kostet 18.000 €! Warum soll ich mir da einen e-Golf um 35.000 € kaufen?“
Gute Frage, allerdings stimmt der Vergleich so nicht ganz. Die Elektroautos sind oft weit besser ausgestattet als die Basisversion eines vergleichbaren Autos. Mit einem vergleichbaren Motor kostet der VW-Golf dann nicht mehr 18.000 €, sondern gleich einmal 23.000 €. Fügt man dann noch die Ausstattung hinzu, mit der man den Wagen dann ungefähr mit der elektrischen Version des e-Golf realistisch vergleichen kann, bleiben dann fast immer weniger als 10.000€ Differenz zu Ungunsten des E-Autos übrig.
„Ja, und? Immer noch viel zu teuer!“, werden jetzt viele meinen. Auch das stimmt!

Aber was kosten Elektroautos wirklich?

Die Allerwenigsten machen sich die Mühe und vergleichen die Gesamtkosten eines Auto über einen längeren Zeitraum.
Es gibt große Unterschied im Betrieb eines Elektroautos im Vergleich zu einem Verbrenner, hier die wichtigsten Punkte:

  • Der höhere Anschaffungspreis wird in Deutschland durch ca. 4.000 € Förderung, in Österreich mit bis zu 6.000 € (in Salzburg) abgefedert.
    Im Herbst (November 2016) soll eine bundesweite Förderung – vergleichbar mit der Förderung in Deutschland – auch in Österreich, also für alle Bundesländer präsentiert werden.
  • Die Stromkosten für den Betrieb belaufen sich auf ca. ein Viertel bis eine Hälfte der Benzin-/Dieselkosten
  • Es gibt in Deutschland keine KFZ-Steuer für Elektroautos, in Österreich entfällt die motorbezogene KFZ-Steuer ebenfalls.
  • Die Wartungskosten sind bei E-Autos um zumindest 35% niedriger als bei Verbrennern. Ist ja auch logisch, gibt es doch sehr viele Teile im Elektroauto gar nicht mehr!
  • Es gibt auch schon Versicherungen, die Elektroautos etwas günstiger versichern.

Rechnet man das alles mit ein, so kommt man drauf, dass man heutzutage eigentlich nur mehr Elektroautos kaufen dürfte, wenn es um den Gesamt-Durchrechnungszeitraum geht.
Es mag sicher noch Ausnahmen geben, wenn man mit dem Auto sehr, sehr wenig fährt pro Jahr oder oder wenn man sein neues Elektroauto gleich nach 3 Jahren wieder verkaufen will.
Im Großen und Ganzen bin ich aber der Meinung, dass man sich bei der nächsten Anschaffung einen Autos das Ganze einmal genau durchrechnen sollte.

Und genau das habe ich gemacht:
Einmal mit meinem derzeitigen Auto und einer Renault Zoe (also einem E-Auto, das man heute schon kaufen kann).
Und einmal mit einem objektiven (externen) Kostenrechner, wo ich den KIA Soul (1x Benziner und 1x elektrisch) verglichen habe.

Beide Male komme ich bei einem Durchrechnungszeitraum von 8 Jahren immer auf eine positive Bilanz zugunsten des E-Autos.
Ich erspare mir mit einem Elektroauto als schon heute Geld, nachhaltig eben!