Das aktualisierte PV-Tool der Österreichischen Energieagentur (Stand 2016) wurde für private NutzerInnen entwickelt und ermöglicht eine rasche Abschätzung der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen im Neubau und Sanierung.

Man muss dazu nur die Postleitzahl, Ausrichtung des Daches und ein paar Eckdaten (die man leider erst nach der Abrechnung/Fertigstellung der PV-Anlage ganz genau weiß) in die Excel-Tabelle einfügen und erhält in einer schönen Grafik die Ergebnisse, ob und ab wann sich eine PV-Anlage mit den Vorgaben rentiert oder nicht.

Mein Wohnort liegt mit 685 Meter Seehöhe recht hoch und damit im Frühjahr und Herbst sehr oft über der Nebelgrenze. Daraus ergeben sich für mein Dach (29° Dachneigung, 178° Südausrichtung) ideale Voraussetzungen und folgende Rechnung (Screenshot aus der Excel-Tabelle):

photovoltaik_berechnungstool_2016

Diese Rechnung berücksichtigt übrigens auch einen Tausch des Wechselrichters nach 12 Jahren, der zwar wahrscheinlich, aber nicht immer zwingend notwendig ist, weil er möglicherweise auch länger hält.

Aus dem errechneten Diagramm rechts unten  geht hervor, dass sich meine PV-Anlage also nach ca. 16 Jahren amortisiert haben wird. Das alles ist natürlich rein hypothetisch. Niemand weiß, wie sich der Strompreis und die Zinslage entwickeln wird. Ich weiß auch nicht, ob die angenommene Eigenverbrauchsrate von 40% erreicht werden kann oder ob ich sie sogar noch übertreffen kann. Durch geschickte Verlegung von stromfressenden Aktivitäten wie Waschen, Trocknen und Heizen ist hier ja eine große Steigerung des Eigenverbrauchs möglich. Mit der Tesla Powerwall 2, die ich voraussichtlich im Februar 2017 installieren werde, ändern sich die Voraussetzungen natürlich wieder. Das habe ich aber hier natürlich nicht berücksichtigt.

Für alle PV-Zweifler verdeutlicht dieser Rechner in jedem Fall, wie sich so eine PV-Anlage entwickeln könnte.